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Foliensegel und teilbarer Mast


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Von: Alex
Datum: 14.07.10

Hallo,

gestern habe das Interview von Stanislav Kassarov zu möglichen technischen Neuerungen für den 470 er gelesen. Es wird dort auch von Foliensegeln und teilbaren Masten gesprochen.

http://www.470worlds2010.com/news.asp?NewsID=206


Antwort #1
Von: Kristof
Datum: 15.07.10

Ah, danke für den Link. Das ist ganz interessant. Wobei halt immer schon ellse mögliche probiert wurde. Vielleicht kann uns ja unser Präsident oder der technikwart noch was dazu sagen, insbesondre wie ernst das gemeint ist.
Foliensegel sind ja in vielen Klassen etabliert, ob die im jetzigen, doch recht kleinen 470er-Format Sinn machen, wage ich zu bezweifeln.
Ein teilbarer Mast (wegen " reduced transportation costs " ) scheint mir jedoch die bekloppteste aller bisherigen Ideen.


Antwort #2
Von: jw
Datum: 15.07.10

Wir müssen aufpassen, dass wir nicht den gleichen Weg beschreiten wie der Tornado, um nur ja den Olympiastatus zu erhalten. Innovation ist ja gut, aber Foliensegel ? Sie machen das Boot nicht schneller - nur teurer. Und teilbarer Mast ? Wenn die Trimmfähigkeit erhalten bleiben soll, kann das auch nur ins Geld gehen. Und was wird damit wirklich erreicht bzw. verbessert ?


Antwort #3
Von: Alex
Datum: 15.07.10

Ich unterstütze die Einschätzungen von Jörg.

Das Beispiel der Tornados zeigt, dass es keine Garantien für den Olympiastatus gibt. Auch Innovation nicht. Entscheidend ist die Lobby.

Innovation sehe ich nicht nur hinsichtlich der Verbesserung der Geschwindigkeit. Ältere Segler erinnern sich vielleicht noch an 470 er ohne Travellerschott oder Kingplank. Diese Maßnahmen haben die Haltbarkeit deutlich erhöht. Zur Verwendung von Epoxydharz, ob gut oder schlecht konnte man sich nicht durchringen.

Die Idee der Foliensegel scheint aufgrund geringer Haltbarkeit schon fast wieder verworfen. Wobei mir das Argument zweifelhaft erscheint.

Die signifikant geringeren Transportkosten eines teilbaren Masts scheinen mir schwer nachvollziehbar. Für jemanden der seinen 470 per Anhänger transportiert, dürfte sich hier keine Einsparung ergeben. Vielleicht bei Flugreisen, aber auf wen trifft das zu?

Mit einem teilbaren Mast kann man einen Geschwindigkeitsvorteil erzielen. Ich stelle mir das so vor, dass der Mast vom Fuß bis zu den Wanten/Fockrolle aus einem Stück besteht und der Mastopp austauschbar ist. Je nach den Bedingungen vor Ort kann man ein hartes oder flexibles Topp wählen. Vielleicht ginge man auch den Weg der 29er/49er und ändert die Verstagung hin zum automatischen Rigg, das einstellbar über die äußeren Wanten/Cunningham das Achterliek bei entsprechendem Winddruck öffnet.

Was damit erreicht wird? Ein solches Boot würde mehr für Spezialisten, denn eine breite Basis taugen. Ob man sich damit, hinsichtlich der Verbreitung und Akzeptanz die als Argument für den olympischen Status angeführt wird, auf lange Sicht einen Gefallen tut, darf mit Recht bezweifelt werden.










Antwort #4
Von: Beer
Datum: 25.07.10

Zur WM wurde scheinbar nicht von einem teilbaren, sondern über einen längeren Mast und Foliensegel, einschließlich eines größeren Spi zum Erhalt des olympischen Statuses informiert.
Wichtig ist doch nicht ob diese Maßnahmen den 470er wirklich besser , mehr " Medien " gerechter (was im Segelsport wohl kaum was wird)... machen, sondern das Geschäft mit Segel und Masten stärker ankurbeln. Wer regattasegeln will, gleich auf welchem Niveau, muß kräftig in die Tasche greifen.
Vieleicht gibt es aber auch " zwei " 470er, so aus Protest, den olympischen und den nichtolympischen :-). Besser noch bevor sowas kommt, auf den olympischen Status zu verzichten.Masten, Segel und Boote werden garantiert billiger.


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